Salò, or the 120 Days of Sodom
Salò, zu Zeiten der Italienischen Sozialrepublik: In einem Schloss ergehen sich gerarchi der bald schon ancien Ordnung in einer sehr eigenen SM-Art von Regierung. Gefangene werden vergewaltigt, mit Scheiße gefüttert, gefoltert, gern zu Tode. Weihrauch durchweht die Zimmer. So ward der Limbus schon Fleisch und Blut und Sperma auf Erden. Pasolinis Brandbrief zur Lage der modernen Welt: Vor einem halben Jahrhundert ein weltweiter Skandal – heute eine ziemlich adäquate Darstellung aktueller Zustände in immer weniger allegorisch wirkender Form. Jenseits all dessen: die vielleicht beste, weil unumwunden zum Kern der (jeweiligen literarischen) Dinge vordringende D.A.F.-de-Sade- und Dante-Alighieri-Adaption. (Olaf Möller)
EINFÜHRENDER VORTRAG VON PROF. DR. MARCUS STIGLEGGER
(FILM- UND KULTURWISSENSCHAFTLER)
„Salò – Die 120 Tage von Sodom als transgressiver Autorenfilm“
PODIUMSDISKUSSION im Anschluss an den Film (in deutscher Sprache)