Made in EU
2020. In einer bulgarischen Bergbaustadt näht die Textilfabrikarbeiterin Iva „Made in EU“-Etiketten in italienische Anzüge. Nachdem sie sich mit 39 Grad Fieber zur Arbeit schleppen muss und dort zusammenbricht, wird ihr Fall als die erste COVID-Infektion des Ortes öffentlich. Wie nun alle darum kämpfen, ihre Jobs zu behalten und wie Iva und ihr Sohn von dieser Gesellschaft als die Schuldigen behandelt werden, während die Todesfälle steigen, erzählt Regisseur Stephan Komandarev eindringlich und präzise. Still beobachtend und doch immer ganz nah an seinen Charakteren zeigt der Film, basierend auf wahren Begebenheiten, ein Individualschicksal in einer Welt, in der die eigene Schwester verraten wird, um die Firma zu retten.