Montag
15.06. 18:00
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Filmmuseum
Wien
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Im Mittelpunkt von Sandrine Veyssets Erstlingswerk steht eine Bäuerin, die mit ihren sieben Kindern auf einem Hof im Süden Frankreichs lebt. Der Rhythmus ihres Alltags ist von den Jahreszeiten und der fordernden Feldarbeit bestimmt. Wenn der oft abwesende und auf einem anderen Bauernhof verheiratete Vater die Ernte abholen kommt, behandelt er seine Zweitfamilie wie Leibeigene und ist gewalttätig. Die Mutter stellt sich schützend vor ihre Kinder und versucht, ihnen zumindest Anklänge von Unbeschwertheit und Schönheit zu vermitteln. Mit ihrem preisgekrönten Debüt Y'aura t'il de la neige à Noël? etablierte sich Veysset 1996 als eine der Hoffnungsträgerinnen im französischen Autor*innenfilm. Ihre bestechende Fusion von brüsker, realistischer Schilderung des armen Landlebens und traumhafter, poetischer Qualität verriet eine spezielle Handschrift, die sich auch in den Nachfolgearbeiten zeigte. (C.H./A.P.)