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Filme von Linda Christanell (1978–95)
Programm 1
Change
Linda Christanell, AT 1978. DCP (von Super 8), sw, 1 min
Überlagerungen
Linda Christanell, AT 1978. DCP (von Super 8), sw, 1 min
Anna
Linda Christanell, AT 1981. Buch, Kamera, Schnitt: Linda Christanell; Darstellerin, Stimme: Anna Rheinsberg; Mitarbeit: Doris Lötsch. 16mm, Farbe, 40 min
Home
Linda Christanell, AT 1984. 16mm, Farbe, 8 min
Moving Picture
Linda Christanell, AT 1995. 16mm, Farbe, 11 min
Rouge et noir
Linda Christanell, AT 1993. Buch, Kamera, Schnitt: Linda Christanell; Mitarbeit: Gabriele Szekatsch. 16mm, Farbe, 10 min
In ihren frühen Kurzfilmen untersucht Linda Christanell ein von ihr gefertigtes Textilobjekt, eine zweigeteilte Leinenkugel, poetisch mit der Kamera. Anna emanzipiert seine Protagonistin aus althergebrachten Rollenklischees, indem diese ironisch gebrochen und von den faszinierenden Objektarrangements der Künstlerin ad absurdum geführt werden. In Home ist die Filmemacherin auf Reisen, Bilder aus dem Zugfenster zeigen die Landschaft wie auf einer Leinwand, in Bewegung und teils bis zur Unkenntlichkeit abstrahiert. Moving Picture verschmilzt Stadtansichten auf der Filmemulsion zu unwirklichen Orten, der Schnee fällt nach oben und das Gesicht der jungen Barbara Stanwyck flackert überlebensgroß über Hauswände: Kino als Übergangsraum. Ein mit rätselhaften Gegenständen gedeckter Tisch samt umgestürztem Rotweinglas lässt in Rouge et noir ein Fest vermuten. Oder ist es doch ein geheimnisvolles Ritual? Eine Frau, der einzige Gast, widmet sich mit vollem Körpereinsatz einem üppigen Dessert: "Ah, that's me – good bye". (A.P.)