Sonntag
14.06. 20:30
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Filmmuseum
Wien
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Die frühen 1990er: Sabine Bonnaire spielt Klavier und reist mit ihrer Schwester Sandrine nach New York. Dass sie in das Spektrum der Neurodiversität fällt, merkt man der jungen Frau nur wenig an. Doch als sich die Familienverhältnisse verändern – die Schwestern ziehen aus, die Mutter und Sabine ziehen um –, verschlechtert sich Sabines Zustand. Sie wird gewalttätig und kommt in die Psychiatrie. Mit fatalen Folgen: Unter schwerer Medikation verliert sie viele ihrer Fähigkeiten. Die französische Schauspielerin Sandrine Bonnaire macht mit ihrem Regiedebüt die Geschichte ihrer autistischen Schwester publik. Ausgehend von Sabines aktuellem Leben – sie hat in einer betreuten WG einen guten Platz gefunden – blickt Bonnaire in ihrer Doku anhand von Homevideos zurück, thematisiert ihre komplexen Gefühle und prangert das institutionelle Versagen in der Versorgung autistischer Menschen an. (S.Z.)