Dunkle Triebe (Sombre)
Auf den Landstraßen Nordfrankreichs zieht der Serienmörder Jean scheinbar ziellos umher, immer auf der Suche nach seinem nächsten Opfer. Als er die junge Claire kennenlernt, gerät seine tödliche Routine aus dem Gleichgewicht. Zwischen verstörender Anziehung und zerstörerischem Verlangen entwickelt sich eine obsessive Beziehung, in der Liebe und Gewalt untrennbar miteinander verwoben sind.
Mit Sombre – Dunkle Triebe (1998) schuf Philippe Grandrieux ein radikales, hypnotisches Werk an der Grenze zwischen Horrorfilm, Psychodrama und sinnlicher Kinoerfahrung. In dunklen, körperlichen Bildern und einer suggestiven Klangwelt erforscht der Film die Abgründe menschlicher Begierde und zählt heute zu den kompromisslosesten Werken des zeitgenössischen französischen Kinos.