The Frisco Kid
Avram Belinski (Gene Wilder) wird 1850 aus Polen nach San Francisco geschickt, um Rabbi der dortigen jüdischen Gemeinde zu werden. Doch nach seiner Ankunft in Philadelphia sieht er sich zu einer Durchquerung des Kontinents genötigt, die in eine Reihe pikaresker Abenteuer mündet, bei denen der gutgläubige Einwanderer sich nur dank der Unterstützung eines gutmütigen Banditen (Harrison Ford) behaupten kann. Aldrich war kurzfristig als Regisseur für diese Westernkomödie eingesprungen und ihre Tonlage ist ungewohnt optimistisch. Doch unter der amüsanten Oberfläche lauert eine weitere zwiespältige Meditation über Demokratie und Zivilisation, die von Korruption bedroht sind. Wilder liefert als typischer Aldrich-Außenseiter, der seinen Prinzipien treu bleibt – und sei es auf noch so absurde Weise –, eine seiner besten Darstellungen und das Resultat wurde ein unorthodoxer Miniklassiker des jüdischen Kinos. (C.H.)