Subarnarekha (Der Fluss Subarnarekha)
Der Abschluss von Ghataks Flüchtlingstrilogie – und vielleicht sein größter Film. Der Junggeselle Ishwar verlässt ein Emigrantenkollektiv: Als Angestellter in einer Gießerei will er die Zukunft seiner kleinen Schwester und eines Ziehkinds sichern. Doch gerade aufgrund seiner Fürsorge und Prinzipientreue stürzt er alle ins Unglück: Abbild des bengalischen Schicksals, in dem Heimatlosigkeit die Entwurzelung des Geistes und damit die Tragödie bedingt. Ein sich über Jahrzehnte erstreckendes Familiendrama, das stets im Augenblick lebt; ein Film, dessen ruhigen Fluss heftige, irrlichternde, expressive Dramatisierungen jäh durchbrechen und in dem allergrößte Intimität und globale Ereignisse ganz selbstverständlich ein unruhiges, unausweichliches Miteinander finden müssen – wie im Leben vor der Kinotür. Ghataks Zeitlosigkeit spiegelt sich am schönsten im Schlussmantra dieses Films: "Weiter, weiter."