Sonntag
31.05. 20:30
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Filmmuseum
Wien
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OV
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Alicia Hull leitet die Bücherei einer US-Kleinstadt in den 1950ern mit Leib und Seele. Eine tiefe Freundschaft pflegt sie zum elfjährigen Freddie. Doch als sie sich der Anordnung des Stadtrats widersetzt, das Buch The Communist Dream aus dem Regal zu nehmen – nicht, weil sie es schätzte, sondern weil sie Zensur ablehnt –, verliert sie ihren Job. Von den Stadtbewohner*innen geschnitten, die sie für eine "Red" halten, leidet Alicia still und aufrecht, während mit Freddie eine tragische Veränderung geschieht. Die einzige Regiearbeit des Drehbuchautors Daniel Taradash erschien gegen Ende der McCarthy-Ära, die sie gleichnishaft spiegelt. Glänzend sind die Dialoge: Der Hardliner im Stadtrat wirft Alicia vor, früher Mitglied linker Organisationen gewesen zu sein. "Sie müssen an manche ihrer Ideen geglaubt haben!" "Nein! Sie glaubten an manche von meinen!", gibt Alicia (groß: Bette Davis) zurück. (S.Z.)