Montag
01.06. 18:00
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Filmmuseum
Wien
Wien
OV
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Für seinen Debütfilm Mahlzeiten erhielt Edgar Reitz 1967 bei den Filmfestspielen in Venedig den Preis für das beste Erstlingswerk. Schon davor war er maßgeblich an der Erneuerung des Deutschen Films beteiligt: als Teil jener Gruppe, die sich im legendären Oberhausener Manifest 1962 mit dem Ruf "Papas Kino ist tot!" für das Konzept des Autorenfilms aussprach. Mit Alexander Kluge (1932–2026) verband ihn eine langjährige Zusammenarbeit, sowohl auf universitärer als auch auf künstlerischer Ebene. In Mahlzeiten setzt Reitz seine Vision eines neuen Kinos erstmals um. Die Liebesgeschichte eines jungen Paares in der "Wirtschaftswunder"-Zeit wird mit Elementen wie Off-Kommentar, Großaufnahmen, Inserts und Interviews experimentell erzählt. Elisabeth und Rolf lernen sich als Studierende kennen und finden sich in einer kinderreichen Ehe wieder, die ihr Leben in gesellschaftlich strenge Bahnen zwingt und ihren Selbstverwirklichungsträumen Schranken setzt. (A.P.)