La muerte de un burócrata (Der Tod eines Bürokraten)
Gutiérrez Aleas Satire über die Absurdität der Bürokratie ist ein Meilenstein des kubanischen Kinos. Mit Humor unterläuft er Idealisierungen im Aufbau des karibischen Sozialismus und handelt mit formaler Extravaganz von Wesen, die überall in der Welt zu finden sind – Bürokraten jeden Geschlechts. Als Argument eine schlanke Handlung: Ein revolutionärer Arbeiter wird mit seiner Arbeitskarte beigesetzt, doch ohne das Dokument erhält die Witwe keine Rente. Der Neffe springt ihr zur Seite und gerät in den Strudel einer kafkaesken Bürokratie. Als Rahmung filmische Referenzen: Träume à la Buñuel, Notlagen à la Harold Lloyd, Schlägereien à la Laurel & Hardy, etc. "Alles, was im Film zu sehen ist, gibt es auch in der Realität", urteilte Alea, Salvador Woods tragische Verkörperung des Neffen macht daraus eine existenzielle Komödie.