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JAMES; EL MONAGUILLO, EL CURA Y EL JARDINERO

Sprache Spanisch

Programm:

JAMES
Andrés Rodríguez​, Guatemala / Mexiko, 2024, Kurzfilm
BUCH Andrés Rodríguez​ | KAMERA Sebastián Lojo | SCHNITT Cem Demirer | TON Eduardo Marroquín | MUSIK Vicente Barcarcel | MIT James Maldonado, José Poz, Erick Maldonado
20 min | Farbe, span. OmeU, DCP

Die Einsamkeit der Großstadt begleitet James, einen indigenen Teenager, der sich in den Straßen von Guatemala-Stadt als Straßenhändler durchschlägt. Mit dem Verkauf von Handyhüllen versucht er, seinen Lebensunterhalt zu verdienen, während er zugleich mit dem Gefühl des Verlassenseins, der Härte seines Alltags und seinen eigenen Vorstellungen von Männlichkeit ringt. Die anderen Jungen, die wie er auf der Straße arbeiten, haben ihre eigenen Regeln und Wege gefunden, sich in dieser Welt zu behaupten.
Je mehr James versucht, seinen eigenen Weg zu finden, desto stärker wird die Frage, was er dafür zurücklassen muss. Der Film erzählt von einer Kindheit, die zu früh endet, von der Suche nach Zugehörigkeit und von dem Versuch, sich in einer Welt zurechtzufinden, die kaum Raum für ihn vorsieht.
Ein eindringliches Porträt über das Erwachsenwerden am Rand der Gesellschaft – und über die Hoffnung, dabei sich selbst nicht zu verlieren.


EL MONAGUILLO, EL CURA Y EL JARDINERO
Juan Manuel Fernández Escoto, Costa Rica, 2025, Dokumentarfilm
BUCH Juan Manuel Fernández Escoto | KAMERA Juan Manuel Fernández und Laura Ángel | SCHNITT Juan Manuel Fernández, Medhin Tewolde, Nitay Jiménez | TON Erick Vargas | MUSIK Walter Briceño | MIT Anthony Venegas Abarca, Josué Alvarado Quirós
85 min | Farbe, span. OmeU, DCP

Anthony und Josué waren noch Kinder, als sie vom Priester Mauricio Víquez sexuell missbraucht wurden. Anthony diente als Messdiener und wurde mit Geschenken gefügig gemacht. Josué arbeitete als Gärtner im Haus des Pfarrers und war auf den Verdienst angewiesen, um seine Familie in einer prekären wirtschaftlichen Situation zu unterstützen. Beide schwiegen jahrelang über das Erlebte.
2018 brach Anthony sein Schweigen. Er wurde der erste ehemalige Messdiener in Costa Rica, der einen Priester öffentlich des sexuellen Missbrauchs beschuldigte – in einem Land, in dem die katholische Kirche bis heute eine besondere verfassungsrechtliche Stellung hat. Víquez floh zunächst nach Panama und tauchte später in Mexiko unter. Inspiriert von Anthonys Mut meldeten sich auch Josué und weitere Betroffene zu Wort.
Josués Aussage wurde entscheidend, denn sein Fall war einer der wenigen, die nach den damaligen Verjährungsfristen noch strafrechtlich verfolgt werden konnten. Anthony setzte sich zugleich für eine Reform des Verjährungsrechts ein, die 2022 verabschiedet wurde und die Fristen für Fälle sexuellen Missbrauchs an Kindern verlängerte.
Als Víquez weiter auf der Flucht war und die Frist für Josués Fall abzulaufen drohte, reiste Anthony selbst nach Mexiko. Er wollte den Druck auf die Behörden erhöhen und die Öffentlichkeit auf die Suche nach dem Priester aufmerksam machen. Gemeinsam kämpfen Anthony und Josué darum, dass Víquez sich für seine Taten verantworten muss – nachdem die Kirche dies versäumt hatte.
Ein eindringlicher Dokumentarfilm über das Brechen des Schweigens, institutionelles Versagen und den langen Weg zur Gerechtigkeit.