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Holofiction

Von Michal Kosakowski

Jahr 2025

Dauer 102 min.

Dieser Experimentalfilm untersucht die visuelle Darstellung des Holocaust anhand einer Montage aus Tausenden von Ausschnitten fiktionaler Filme und Fernsehserien, die zwischen 1938 und heute entstanden sind. Ausgehend von einem umfangreichen Archiv mit mehr als 3.000 narrativen Werken setzt sich der Film kritisch damit auseinander, wie Bildsprachen des Holocaust über Jahrzehnte hinweg im Kino kodifiziert und reproduziert wurden.
„Holofiction“ legt wiederkehrende visuelle Motive und Erzählmuster offen, die bei der Darstellung des Holocaust zu feststehenden Ikonen geworden sind. Inspiriert von Claude Lanzmanns Skepsis gegenüber visuellen Darstellungen historischer Traumata, hinterfragt der Film die Möglichkeit sowie die Implikationen einer solchen filmisch-fiktionalen Auseinandersetzung mit einem derartigen Verbrechen. In essayistischer Form lädt der Film das Publikum dazu ein, über die Ethik und Verantwortung filmischen Erzählens nachzudenken – und regt zu einem tieferen Verständnis dafür an, wie diese Darstellungen das kollektive Gedächtnis und die historische Wahrnehmung prägen.