Happiness
In der Vorstadt taumeln mehrere Menschen hinter glattgebügelten Vorhängen durch ihr Gefühlslabyrinth. Sie alle sind auf der Suche nach etwas: Nähe, Ruhe, Bestätigung, ein kleines Stück Trost, das sich nicht sofort wieder verflüchtigt. Sie prallen aufeinander wie Figuren in einem Gesellschaftsspiel, das niemand freiwillig aus dem Keller geholt hat. Die Schwestern Joy, Helen und Trish versuchen, ihre jeweiligen Lebensentwürfe zusammenzuhalten, während die Männer um sie herum an ihren eigenen Sehnsüchten ersticken. Jede Begegnung öffnet eine neue Tür zu einem Raum, den man lieber nicht betreten würde, und doch bleibt man wie gebannt, weil hinter jeder Peinlichkeit ein Funken Wahrheit glimmt.
Der Film bewegt sich mit einer fast unheimlichen Ruhe durch Situationen, die man im Alltag gern überspringen würde. Gespräche, die zu lange dauern. Geständnisse, die man nicht hören möchte. Solondz liefert uns in diesem hypnotisch schmerzhaften Film Figuren, die von einer Einsamkeit begleitet werden, die sich wie ein zweiter Schatten an sie heftet, und Menschen, die mit ihren Abgründen leben müssen.