Montag
15.06. 20:30
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Filmmuseum
Wien
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"Sie müssen für den Rest Ihres Lebens 43.000 Euro pro Tag ausgeben", rechnet eine Notarin Federica ihr Erbe vor, das diese loszuwerden überlegt, um sich von ihren Schuldgefühlen zu befreien. Die Mitdreißigerin, die ihre Kindheit in Italien verbracht hat, bevor die fünfköpfige Fabrikantenfamilie aufgrund von Kidnapping-Sorgen nach Paris umzog, hat das Gefühl, nicht atmen zu können. Ihre Karriere als Dramatikerin ist überschaubar, ihr Freund, Sohn eines Fabrikarbeiters, stets übel gelaunt, ihre Schwester hasst sie, ihre Mutter steht kühl über allem, und ihr Vater liegt im Sterben. Das autobiografisch unterfütterte, melancholisch-komische Regiedebüt der Schauspielerin Valeria Bruni Tedeschi gemahnt an Werke Woody Allens (den Psychoanalytiker ersetzt hier ein Priester). Mit seinen Tagtraum-, Kindheitserinnerungs- und Animationssequenzen entwickelt es eine charmant-quirlige Atmosphäre. (S.Z.)