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Die Möllner Briefe

Von Martina Priessner

Jahr 2025

Dauer 96 min.

Sprache Deutsch,
Türkisch

In der Nacht vom 23.11.1992 starben in der deutschen Kleinstadt Mölln drei Mitglieder der Familie Arslan bei einem rassistisch motivierten Brandanschlag . İbrahim Arslan, der den Brandanschlag als Kleinkind überlebte, hat über Aktivismus und Zeug:innenarbeit an Schulen einen stärkenden Umgang mit den Folgen des erlebten Traumas für sich gefunden, der auch andere Betroffene rassistischer Gewalt motiviert und zur gemeinsamen Organisierung animiert.

Ausgangspunkt des aktuellen Dokumentarfilms ist der Zufallsfund einer Studentin im Möllner Stadtarchiv, der einen weiteren Misstand zu Tage bringt: Nicht nur hielt die Stadt Tausende an die Betroffenen adressierte Briefe geheim, sie öffnete und beantwortete sie und gab vor, sie an die Trauerfamilie weiterzuleiten. Solidaritätsbekundungen, die, da ist sich İbrahim Arslan sicher, seiner Familie damals geholfen hätten. Er stellt den Bürgermeister und Archivar zur Rede – und veranlasst die Übersiedelung der Dokumente an das DOMiT (Dokumentationszentrum und Museum über die Migration) in Köln.