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Deprisa, Deprisa

VonCARLOS SAURA

MitJOSÉ ANTONIO VALDELOMAR, JOSÉ MARÍA HERVAS ROLDAN, JESÚS ARIAS ARANZEQUE, BERTA SOCUÉLLAMOS ZARCO

Jahr1981

Dauer98min.

Denkt man Sauras Filmografie zyklisch, so schließt sich mit DEPRISA, DEPRISA ein Kreis, indem er wieder auf seinen allerersten Film zurückgreift. Erneut steht eine Gruppe von Jugendlichen im Zentrum, die – desillusioniert vom trostlosen Leben in den Madrider Trabantenstädten – in Diskotheken und Spielhallen abhängt und eine Reihe von Raubüberfällen begeht, bei denen die Gewaltspirale ständig steigt. Mit der Besetzung von Laiendarstellern, der technischen Einfachheit und der lockeren Erzählstruktur entfernt sich Saura zwar stilistisch von seinen ausgefeilten Politparabeln der 1970er-Jahre, dennoch sollte man den Film nicht als unpolitisch einschätzen: Die Transition hin zur parlamentarischen Monarchie mag zwar in vollem Gange sein, doch Vertreter der alten Zeit sitzen nach wie vor an den Schalthebeln der Macht.