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Sommerpausen:
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Gartenbaukino: 3. bis 27.8.
Admiral Kino: 3.-20.8.
Kino im Kesselhaus: 19.7.-3.9.
Rechbauer 7. bis 13.8.

Retrospektive

A Page of Madness

Von Teinosuke Kinugasa

Jahr 1926

Dauer 70 min.

Aufpreis: 5,50€

Der japanische Stummfilm spielt in einer psychiatrischen Anstalt. Obwohl er zu einem stetig verstörender werdenden Bildstrudel zusammengeschnitten ist, erzählt der Film unzusammenhängend die Geschichte des Hausmeisters der Anstalt, in der seine Frau als Patientin untergebracht ist. Eines Tages taucht ihre Tochter auf, um der Mutter von ihrer Verlobung zu berichten. Dies setzt eine Vielzahl von Handlungssträngen und Rückblenden in Gang, die sich nach und nach zur Familiengeschichte zusammenfügen, und so zum Beispiel erklären, warum die Mutter eingewiesen wurde und die Tochter nichts von der Hausmeistertätigkeit ihres Vaters weiß.

A PAGE OF MADNESS (Kurutta ippēji, dt. „Eine verrückt gewordene Seite“) galt fast 50 Jahre lang als verschollen, bis er 1971 in Kinugasas Lagerhaus wiederentdeckt wurde. Der Film ist das Produkt einer Avantgarde Gruppierung japanischer Künstler namens „Shinkankaku-ha“ (Stil der neuen Wahrnehmung), die anstrebte, die naturalistische Darstellung zu überwinden. Im Japan der 1920er Jahre gehörte zu Filmaufführungen neben musikalischer Untermalung auch die begleitende Erzählung durch einen Benshi (弁士).

Livevertonung : ELAINE BRENNAN | piano

Die irische Musikerin Elaine Brennan absolvierte mit Auszeichnung das Trinity College Dublin und die Guildhall School of Music and Drama London als klassische Begleiterin und Kammermusikerin. Das Stummfilm Magazin erklärte sie zu einer der weltweit führenden Stummfilmmusikerinnen. Sie komponiert in Echtzeit am Klavier und improvisiert Live-Soundtracks für klassische Stummfilme, Archivmaterial, Experimentalfilme und ephemere Filme und hat spontane Klanglandschaften für Spoken-Word-Performances und literarische Lesungen geschaffen. Außerdem spielt sie im Rahmen von Ausstellungen in Resonanz zu bildender Kunst, etwa in Form einer „musikalischen Live-Antwort“ auf die Ned-Kelly-Gemäldeserie von Sidney Nolan in der National Gallery of Australia. (Viennale)