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Filmreihe

Summer of Sadness

DatumJuli 2026

LocationGartenbaukino

ie Sonne scheint euch zu unbarmherzig? Die Temperaturen steigen in problematische Höhen? Das Personal der Schanigärten ist nicht mehr gewohnt unfreundlich? Die Plätze am Wasser sind in der ganzen Stadt begrenzt? Und eigentlich sind euch alle generell zu fröhlich? Say. No. More.

Auch dieses Jahr wollen wir euch melancholischen, schwermütigen, gebrochenen Grantler:innen hier bei uns in der tief dunklen Kühle der kollektiven Einsamkeit einen Hafen der gemeinsamen Traurigkeit bieten.

 

Tatsächlich haben wir dieses Jahr so viele weitere Gründe gefunden, traurig zu sein (Frederick Wiseman tot, Robert Duvall tot, Harry Dean Stanton schon lange tot und seinen 100. Geburtstag nicht erlebend), dass wir nicht nur unser SadFest wiederholen, sondern gleich einen ganzen Monat der Traurigkeit widmen: Willkommen im SUMMER OF SADNESS.

Ins SadFest werfen wir wieder alles rein, was uns seit Jahren schwer im Magen liegt: Beziehungen, die nicht halten wollen oder nicht erlaubt sind. Familien, die auseinander fallen. Kinder, die zu früh zu viel verstehen müssen. Menschen, die an der Welt scheitern, und Welten, die an den Menschen scheitern. Filme, die man liebt, obwohl sie wehtun. Oder gerade deswegen.

Dazwischen verabschieden wir zwei, die uns einen Jahrzehnte dauernden Monolith an Beobachtungen und Ausführungen kleiner, großer Gesten hinterlassen haben. Frederick Wiseman (im Bild bei der Arbeit), der uns mit Empathie Einblicke in die Mikrokosmen großer Institutionen geschenkt hat. Und Robert Duvall, der uns mit Wandlungsfähigkeit Einblicke in die Seelenlandschaften großer Charaktere gewährt hat.

Außerdem ist da noch der König der tragenden Nebenrolle. Der Inbegriff eines ‘that guy’. Wer dem eigenen Film über die Ziellinie von sehr gut zu göttlich verhelfen wollte, brauchte ihn: Harry Dean Stanton (im Bild in PARIS, TEXAS von 1984). 100 Jahre wäre er dieses Jahr alt geworden.

Alle drei bekommen ihre eigenen kleinen Werkschau-Inseln im Meer unserer Sommermelancholie. Bewegte Denkmäler des zustimmenden Nickens der Übereinkunft, wie groß sie waren und wie groß das Loch ist, das sie hinterlassen haben.

Der SUMMER OF SADNESS ist weniger Event als ein Zustand, in den man täglich wohlig hineinrutscht. Ein Ort, an dem man sich ausruhen kann, wenn alles andere zu hell, zu laut oder zu gut gelaunt ist.

Wir haben die Klimaanlage. Ihr bringt die Stimmung.