Montag
30.03. 18:00
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18:00
Filmmuseum
Wien
Wien
OV
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Traumsequenzen und halluzinatorische Passagen finden sich immer wieder in Jarmans Werk. Endgültig ins Zentrum rückt das Traumhafte in dieser gewagt freien Neuerzählung der Kreuzigung Christi, in der ein zeitgenössisches schwules Paar Gewalttätigkeiten ausgesetzt ist. Die Eröffnungsszene, in der der Filmemacher an seinem Schreibtisch schläft, gewährt Einlass in sein symbolträchtiges Reich der Träume. Wie Jarman darin auf religiöse Ikonografie zurückgreift, empörte beim Erscheinen die in der britischen Gesellschaft nach wie vor sehr präsenten puritanischen Kräfte. So ist dieser Film auch eine flammende Antwort auf die homophobe Gesetzgebung (Section 28) der konservativen Regierung. In dieser schillernden Collage von Szenen und Eindrücken – mit Tilda Swinton als Jungfrau Maria und frei von konventionellen Dialogen und Erzählstrategien – thematisierte Jarman zum ersten Mal filmisch seine HIV-Infektion. (N.Y.)