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Special

Otto Lechner – Der Musikant

VonBernhard Pötscher

MitOtto Lechner, Anne Bennent, Klaus Trabitsch, Peter Rosmanith, Max Nagl, Karl Ritter u.a.

Jahr2025

Dauer100min.

SpracheDeutsch

24. Februar 2025, Welt-Premiere (18:00 + 20:15) mit Regisseur Bernhard Pötscher, Otto Lechner und weiteren Protagonist:innen des Films zu Gast (beide Vorstellungen) im Filmcasino

In Kooperation mit dem Akkordeonfestival

Musikalische Elementarereignisse und ihr Schöpfer: OTTO LECHNER – DER MUSIKANT ist ein Film, in dem man den Menschen – nicht nur den Musiker – Otto Lechner kennenlernen kann. Ein Kino-Erlebnis mit großartigen Konzertaufnahmen, sehr persönlichen Gesprächen und dem wunderbaren Humor des österreichischen Akkordeon-Genies.

Zwischen der, vom Akkordeon untermalten Rezitation einer Erzählung von Franz Kafka, und der „Dark Side of the Accordion“, seiner persönlichen Hommage an Pink Floyd: Was Otto Lechner seiner Ziehharmonika entlockt, ist musikalische Urkraft. In Bernhard Pötschers Dokumentarfilm OTTO LECHNER – DER MUSIKANT begegnet man derartigen Elementarereignissen und dem, der diese geschaffen hat.

Dabei ist das Akkordeon, das er in unerreichter Meisterschaft spielt, bei weitem nicht das einzige musikalische Ausdrucksmittel Otto Lechners. Und auch in bloß ein musikalisches Genre lässt sich dieses Urgestein von Musiker nicht pressen. All das ist in Pötschers Film mitzuerleben: Vom Karel-Gott-Schlager „Fang das Licht“, das Otto Lechner mit seiner Partnerin Anne Bennent singt, bis zur Symphonischen Dichtung „Gracchus“, die er als Auftragswerk im Brucknerjahr 2024 komponiert hat, reicht hier der musikalische Bogen. Dazwischen Jazz, Weltmusik und österreichische Liedermacherei, wo Otto Lechner ebenso zu Hause ist wie in der Sprache, welcher er auf seine Weise musikalischen Ausdruck verleiht. OTTO LECHNER – DER MUSIKANT zeigt ihn, wie er leibt und lebt: In Frankreich glückt ihm gemeinsam mit dem Akkordeonisten Arnaud Méthivier eine kongeniale Kommunikation der Klänge. Nicht minder gelingt ihm dies, wenn er eine Reise mit einem Dr.-Richard-Bus ins Südburgenland besingt: „Vierz‘g Leit im Nebel, und nix ist passiert …“.

Was aber kann ein Blinder über den Nebel wissen? Seitdem er als Teenager vollständig erblindet ist, erschließt sich Otto Lechner seine Musik und die Welt ohne Augenlicht. In OTTO LECHNER – DER MUSIKANT lässt er daran teilhaben, was das bedeutet. Er offenbart auf Zugfahrten seine Weltsicht und Philosophie und führt durch sein Elternhaus im Dunkelsteiner Wald bei Melk mit buchstäblicher Trittsicherheit. Er demonstriert an der Kirchenorgel seines Heimatortes Gansbach, wie die traditionelle Religion ihn auch musikalisch geprägt hat. Und: „Ich bin dadurch privilegiert, dass ich nix siach“, lässt er im Film wissen. Man kann Otto Lechner auch dabei zuschauen, wie er in Wien die Straße und den Donaukanal auf der Friedensbrücke überquert. Ohne fremde Hilfe.