Sonntag
11.01. 18:00
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Filmmuseum
Wien
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Langsamer Tod. Über vier Stunden hinweg der Schiffbruch eines Traums, qualvoll getragen, Zug um Zug. Er habe, so Visconti über den zweiten, bayerischen Ludwig, die exzeptionelle Fähigkeit besessen, außerhalb der Realität zu leben, gleichfalls die ebenso exzeptionelle Unfähigkeit, sich in ihr zurecht zu finden. Requiem für Europas letzten Monarchen mit absolutem Gebaren, der sich der Politik verweigert, in seiner Sehnsucht lieber mit Künstlern als mit Ministern regiert, in der Realität hingegen die Utopie des Schönen mit dem Mittel der Macht als Privatgemach seiner selbst hervorbringen lässt. Hypnotisiert wendet sich Luchino Visconti der Ästhetik des 19. Jahrhunderts zu. Zum Amorphen gesellt sich Nähe zum diffusen Schönheitskult des Helden. Als Meister des Widerspruchs lässt Visconti Romy Schneider angesichts des Herrenchiemsee-Kitsches in berstendes Gelächter ausbrechen. Der Rest ist Ohnmacht und Untergang. (H.T.)