In Gefahr und größter Not bringt der Mittelweg den Tod
Der Film In Gefahr und größter Not bringt der Mittelweg den Tod entwirft ein kaleidoskopisches Bild der frühen 1970er Jahre in Frankfurt am Main. Er beschreibt eine Woche in dieser Stadt, die sich zwischen studentischem Protest und Karneval bewegt. Zwischen Stadtentwicklung, Überwachung und politischem Aufbruch kreuzen sich die Wege einer Soziologin, die Daten für die Polizei sammelt, und einer jungen Frau, die Taschendiebstahl als Überlebensstrategie perfektioniert. Dokumentarische Beobachtungen, Spielfilmszenen und essayistische Kommentare verschmelzen zu einer analytischen und zugleich spielerischen Bestandsaufnahme der Bundesrepublik. Der Film stellt Fragen nach Macht, Widerstand und Anpassung – und geht davon aus, dass der sprichwörtliche "Mittelweg" keine Rettung, sondern eine Sackgasse darstellt. (C.S.)
Courtesy DFF