Samstag
17.01. 18:00
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Filmmuseum
Wien
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OmeU
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Das makellos inszenierte Dokument einer Verzweiflung. Resümee und Testament eines aristokratischen Freigeists, Marxisten, Ästheten, den nur eine knappe Handspanne Zeit vom Tode trennt. Rom 1974. Ein Palazzo voller Gemälde und Gewesenem. Der Hausherr ein gealterter Professor, würdevoll, feinsinnig und doch nur die Mumie seiner selbst, im ererbten Palast abgeschirmt wie in einem Mausoleum hausend. In seine Welt brechen neue Mieter herein, eine Generation jüngere Jet-Set-Neureiche und zwei Generationen jüngere Luxus-Linke, das verkörperte Hier und Jetzt. Eine Begegnung, von Viscontis Doppelgänger zuerst widerwillig, dann willfährig vollzogen, als Erwachen, als übernommene Verantwortung. Eine Familie im Interieur entsteht. Aber sie ist nur Ersatz, Parodie – und wird zerbrechen. Was bleibt, ist die Unüberbrückbarkeit der Generationen, die Gewissheit von der Verkommenheit der Linken, die ihre Ideale verraten hat, die Ahnung eines rechten Putsches. Keine Hoffnung. Keine Zukunft. (H.T.)
Courtesy Cinecittà