A Night in Casablanca
Ein Schwanengesang. Der letzte Film, der die personale Trinität von Zerstörungslust-Witz-Poesie, genannt The Marx Brothers, vereint: eine ihrer vergnüglichsten und bösartigsten Genreparodien. Wie eine Heuschreckenplage fallen sie über den Ernst von Casablanca und anderer Anti-Nazi-Filme her. Während sie deren Dramaturgie im Besonderen und die Logik des Weltgeistes im Allgemeinen schänden, lassen sie es sich nicht nehmen, der Muse der Nutzlosigkeit zu huldigen: mit einer Kaskade aus Worten, einem Fingertanz über die Tastatur des Klaviers und einem schweigenden Harfensolo am unmöglichsten Ort zur unmöglichsten Zeit. (H.T.)